Geschichte und Gegenwart

Die Gesellschaft Průmysl kamene a.s. entstand zum 1.8.1992 durch Privatisierung eines Teils des Staatsunternehmens Průmysl kamene Příbram s.p. Mit ihrer Tätigkeit knüpfte sie an die Geschichte des Nationalunternehmens Průmysl kamene n.p. an, das 1976 nach Příbram umplatziert wurde, und in dem praktisch die Hälfte der tschechischen Steinmetzkapazitäten mit Produktionsbasis vom Süden und Westens Tschechiens konzentriert wurde. Nach der Umwandlung in das Staatsunternehmen Průmysl kamene Příbram s.p. im Jahr 1989 und der Restrukturalisierung im Jahr 1991 (durch Aufteilung in sechs Staatsunternehmen) wurde das Unternehmen reduziert, in dem vor allem das Abbauzentrum blieb, privatisiert und in eine Aktiengesellschaft transformiert. Gemäß dem Privatisierungsprojekt wurde ein Teil der Aktien an eine österreichische Firma verkauft, und ein Teil der Aktien in der Kupon-Privatisierung privatisiert, nach und nach wurden auch die Restitutionsansprüche geklärt. Im Jahr 2001 wurde die öffentliche Zeichnung der Aktien aufgehoben und später die verbuchte Form der Aktien in Urkundenaktien umgewandelt. Mehrheitsaktionär ist die österreichische Firma Friepess Beteiligungs G.m.b.H., Linz, die gegenwärtig 96,47 % Anteil am Vermögen der Gesellschaft hat.

             In den ersten Jahren der Existenz der Aktiengesellschaft wurde eine Reihe von Strukturalisierungsänderungen durchgeführt, in den Nichtproduktionszentren und wirtschaftlich perspektivlosen Zentren der AG wurde die Tätigkeit eingeschränkt oder beendet, das ungenutzte Vermögen wurde zum größten Teil verkauft, die Produktion wurde konzentriert, stufenweise wurde hauptsächlich die Schnittkapazität verstärkt.

Steinbruchproduktion – sie ist in den Steinbrüchen Kozárovice, Vahlovice, Slatina und Tužice konzentriert. Sie stellt vor allem den Abbau von Blöcken für die Steinmetzproduktion und den Abbau von Rohstoffen für die Herstellung von Pflastersteinen, Randsteinen und Bruchsteinen dar.

Steinbruchproduktion – im Betrieb Slatina bei Horažďovice konzentriert. Es werden Natursteinplatten aus inländischen und importierten Materialien hergestellt, für die Verkleidung von Fassaden, Innenwänden, für Außen- und Innenpflaster und für die Treppenverkleidung. Weiterhin werden massive Steinmetzprodukte hergestellt, vor allem Straßenrandsteine und volle bzw. absetzbare Steintreppen. Ein Bestandteil der Produktion sind auch Halbfabrikate für kleinere Hersteller in der Steinmetzeindustrie, Elemente der Friedhofarchitektur und Steinelemente für Gärten, Plattenelemente aller Stärken für massive Steinelemente. Einen Teil der Produktion montiert die Firma in Bauten.

             In der Aktiengesellschaft sind ca. 100 Angestellte beschäftigt, in der Organisation der Produktion wird die Saisonbedingtheit der Nachfrage berücksichtigt. Der Jahresumsatz bewegt sich zwischen 60 – 80 Mio. CZK, davon wird ca. 80 % der Produktion im Inland realisiert, Lieferungen in die Länder der EU – hauptsächlich Deutschland und Österreich machen ca. 20 % vom Gesamtvolumen aus. In Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten und den Bedürfnissen investiert die Gesellschaft fortlaufend in die Erneuerung der bestehenden Maschinen und in den Einkauf neuer Anlagen, so dass die vielfältige Herstellung in der verlangten Qualität sichergestellt wird. Die Steinbruch- und die Steinmetzproduktion hat ausreichende Kapazität für Aufträge mit größerem Volumen, sie richtet sich jedoch auch auf die Respektierung von Bedürfnissen und von individuellen Anforderungen jeden einzelnen Kunden aus.